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Urban Exploring – Teil 1

23. März 2009 [ Kein Kommentar ]

Urban Exploring, die Stadterkundung auf eigene Faust, ist ein neuer bisher fast unbemerkter Trend. Dabei werden vor allem verlassene, verfallene oder auch unheimliche Gebäude und Anlagen besichtigt. Diese abenteuerliche Art der Stadtbesichtigung geht bisweilen an den Rand der Legalität, doch es gibt auch offizielle Touren, zum Beispiel in den Untergrund von Rom, Paris und Berlin.

Ursprünglich waren mit dem Begriff Urban Exploring lediglich selbst organisierte Besichtigungstouren zu interessanten Gebäuden oder Plätzen einer Stadt gemeint. Daraus entwickelte sich das Suburban Exploring, die Besichtigung unterirdischer Anlagen. Inzwischen ist das (Sub-)Urban Exploring einerseits zu einer Art alternativen Abenteuerbesichtigung, insbesondere von alten Industrieanlagen, Bahnhöfen und Bunkern, avanciert, andererseits zu einer ernsthaften Nebenbeschäftigung, die für viele Urban Explorer mehr als nur ein Hobby ist.


Geschichte mit Gruseleffekt

Vor allem im Ruhrgebiet, mit seinen alten Industrieanlagen, hat sich ein breite Szene entwickelt, die sich aber zunehmend in den Nachbarländern Frankreich, Belgien und den Niederlanden neue Objekte suchen muss, denn auf deutscher Seite sind in den letzten Jahren viele alte Industrieanlagen abgerissen worden. So kam es aber auch, dass gerade die Urban Explorer historische Anlagen noch dokumentieren konnten, bevor diese ganz von der Bildfläche verschwanden.

Der Reiz, den das Urban Exploring ausmacht, liegt in der Entdeckung neuer spannender Orte und deren Dokumentation. Die Bilder werden dann alle im Internet veröffentlicht, so wie auf der dramatisch gestalteten Website ortederangst.de. Dahinter verbergen sich einfache Bildergalerien verlassener Gebäude. Die Fotos sind allerdings meist Kunstwerke für sich, denn neben der historischen Erkundung steht bei den Explorern eine ausführliche und ästhetische Dokumentation im Vordergrund.


Gefahren und Gesetze

Natürlich soll es in dem einen oder anderen Objekt auch spuken. Das macht das Exploren noch spannender. Doch eine gesunde Portion Vorsicht ist auch angebracht. Nicht wegen dem Hausgespenst. Alleine das Betreten vieler Anlagen ist gefährlich, da sie eben oft baufällig sind. Zudem muss mit giftigen Substanzen oder defekten elektrischen Anlagen gerechnet werden. Auch die wirkliche Tiefe von Pfützen ist in den oft schlecht beleuchteten Objekten oft nicht abzuschätzen.

Daher ist es kein Wunder, dass das Betreten vieler derartiger Objekte verboten ist und diese deshalb oft durch einen Wachschutz gesichert werden. So manches Gebäude kann zwar auch von außen besichtigt werden, doch selbst das Betreten einer nicht abgesperrten Anlage ist Hausfriedensbruch. Sondergenehmigungen sind nicht immer leicht zu bekommen.


Dem Untergrund auf den Grund gehen

Daher ist es ratsam, sich an geführte Touren zu halten. Mittlerweile gibt es in vielen Städten organisierte Touren, oft zu unterirdischen Orten. Denn gerade Großstädte haben eine weit verzweigte Unterwelt. Und unterirdische Anlagen sind besonders gefährlich. Das hält einige besonders leichtsinnige Explorer aber nicht davon ab, sogar Klär- und Kanalisationsanlagen zu besichtigen. Ein extrem gefährliches und auch absurdes Unterfangen, von dem ausdrücklich abzuraten ist, vor allem wenn es regnen könnte.

Die Unterwelt von Paris, Rom und Berlin kann aber auch in Begleitung fachkundigen Personals erforscht werden, wobei zum Beispiel eine der Berliner Untergrundtouren einem Höhlenabstieg gleichkommt, der die Abenteuerlust der meisten Menschen befriedigen dürfte.

Lesen Sie nächste Woche, wie Sie den Underground von Paris, Rom und Berlin entdecken.

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Autor/in: Grigorios Petsos Abo: RSS-Feed | Mehr...


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